Donnerstag, 10. März 2011

Demenz Symptome

Im Vorfeld einer Demenz sind oft psychische Störungen zu beobachten, die x-mal kaum von denen einer Depression unterschieden werden können, wie zum Beispiel Verlust von Interessen und Eigeninitiative, Reizbarkeit, Gefühl der Überforderung, Verlust welcher affektiven Schwingungsfähigkeit, depressive Verstimmungen.

Kognitive Symptome 

Leitsymptom aller Demenz-Erkrankungen ist die Störung des Gedächtnisses, vor allem des Kurzzeitgedächtnisses. Die Vergesslichkeit ist zunächst irgendetwas Normales. Oft ist zumindest in den Anfangsstadien die äußere Fassade der Person dabei gut erhalten, sodass die Gedächtnisstörungen im oberflächlichen Kontakt sehr gut überspielt werden können. Dies gelingt im besonderen gut den Menschen, die ihr Leben lang viele soziale Kontakte hatten - dieser verbindliche Umgangston ersetzt streckenweise den Inhalt jener Botschaft (Kommunikation).

Später verlieren sich länger zurück liegende Gedächtnisinhalte. Wenn die Demenz fortschreitet, treten gleichermaßen andere Störungen welcher Hirnfunktion hinzu, wie zum Beispiel Wortfindungsstörungen, Rechenstörungen, Störungen welcher Raumwahrnehmung und starke Müdigkeit, sodass sich die Betroffenen mehrfach verlaufen, speziell wenn in dieser ihnen Verbleibend Jahrzehnte geläufigen Umgebung bauliche Veränderungen stattfinden.

Im weit fortgeschrittenen Stadium erkennen die Betroffenen schließlich nicht einmal ihre engsten Angehörigen wieder. Sie werden völlig lethargisch, bettlägerig und inkontinent.

Die Demenz schränkt die Lebenserwartung ein. Die Demenz selbst ist jedoch keine Todesursache, sondern die durch die Demenz begünstigten Erkrankungen.

Motorische Symptome 

Sekundär motorische Störungen in Besitz sein von meist zum Bild einer fortgeschrittenen Demenz, wenn es sich nicht um eine Demenz-Erkrankung handelt, die mit motorischen Störungen beginnt, wie zum Beispiel das Parkinson-Syndrom. Die Patienten werden zunehmend steif am ganzen Körper. Ihr Gang wird kleinschrittig, schlurfend und breitbeinig. Sie sind fallgefährdet, unter ferner liefen weil es zu einer Störung dieser Haltereflexe kommt.

Verhaltensstörungen 

Die Verhaltensstörungen im Kontext (von) Demenzkranken werden neuerdings BPSD = ("Behavioural and Psychological Symptoms of Dementia") genannt. Darunter zählt man heute die Apathie (76,0%), "Aberrant motor behaviour" (d. h. zielloses Herumirren) (64,5%), Essstörung (Essen von Unessbarem) (63,7%), Gereiztheit/Labilität (63,0%), Agitation/Aggression (62,8%), Schlafstörungen (53,8%), Depression/Dysphorie (54,3%), Angst (50,2%), Wahn (49,5%), Enthemmung (29,5%), Halluzinationen (27,8%), und Euphorie (16,6%). Die Klammern beziehen sich aufwärts die Prävalenz der 12 BPSD zwischen Alzheimer-Patienten. 

Psychotische Symptome können bei allen Demenzformen zutage treten. Relativ typischerweise sind sie für die Lewy-Body-Demenz, die Demenzform beim Parkinson-Syndrom. Es handelt sich vor allem um optische Halluzinationen. Typischerweise sehen die Betroffenen zunächst vor allem im Zwielicht jener Dämmerung nicht anwesende Personen, mit denen sie mitunter sogar Gespräche führen. Die Patienten können sich in diesem Stadium meist von ihren (Pseudo-)Halluzinationen distanzieren, dies heißt sie wissen, dass die Personen, mit denen sie sprechen, nicht zugegen sind. Später sehen sie Tiere oder Fabelwesen, Muster an den Wänden, Staubfussel. Schließlich erleben sie groteske, meist bedrohliche Dinge, zum Beispiel Entführungen. Jene szenischen Halluzinationen sind in der Regel sehr angstgefärbt. Die Patienten werden nicht selten gallig, wenn sie die sich in besten Absichten nähernden Angehörigen und Pflegenden in ihr Wahnsystem realisieren. Hier sind die Übergänge zum Delir fließend.

Demenz-Kranke verlieren ihre Eigeninitiative. Sie vernachlässigen ihre früheren Hobbys, ihre Körperpflege und dasjenige Aufräumen ihrer Wohnung. Schließlich sind sie nicht mehr in dieser Lage, sich in Maßen zu ernähren. Sie nach sich ziehen keinen Antrieb zum Essen, verlieren dies Hungergefühl und vergessen schließlich, die Nahrung zu kauen und herunterzuschlucken. Sie magern ab und werden instabil für internistische Erkrankungen wie zum Beispiel eine Lungenentzündung. Verschiebungen im Tag-Nacht-Rhythmus können erhebliche pflegerische Probleme vorbereiten.
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