Wenn man versucht, sich in die Gefühlswelt demenzkranker Menschen hineinzuversetzen, fällt die Kommunikation mit ihnen leichter.
Für Demenzkranke sieht die Welt merkwürdig und unverständlich aus, weil sie die spezifische menschliche Wahrnehmungsfähigkeit, die Orientierung, verlieren. Sie können die Gegenstände, Situationen und Personen nicht in zusammensetzen größeren Kontext einordnen. Aufgrund ihrer Erinnerungsstörungen ist ihnen jener Zugriff gen früheres Wissen (semantisches Gedächtnis) und Erlebnisse (episodisches Gedächtnis- zurücklöschend) verwehrt, um sich mit deren Hilfe in welcher jetzigen Situation zurechtzufinden. Es fehlt dies Wissen und die Sicherheit von Ressourcen, die jener Bewältigung aktueller Situationen fungieren. Oft verschwimmt dieser Unterschied zwischen Traum, Vergangenheit und Realität. Oft kommt es zu Halluzinationen. Im Umgang mit dementen Personen ist es oft nicht möglich, diesen die Irrealität welcher Halluzinationen zu exemplifizieren. Im Idealfall stapeln die Pflegenden die hinter den Halluzinationen stehende Stimmung und umziehen uff (berlinerisch) ebendiese ein.
Wenn jener erkrankte Mensch noch in der Lage ist zu erkennen, dass er in einer Situation nicht vernünftig reagiert hat, kann dies für ihm Unruhe und Resignation verursachen.
Demente benötigen viel Zeit für aufgebraucht Reaktionen und Handlungen. In fortgeschrittenen Stadien ist wie eine ausreichende Ernährung hinauf natürlichem Weg nicht mehr möglich, weil die Betroffenen aufgrund ihrer schweren Antriebsstörung nicht mehr in welcher Lage sind, die Nahrung hinunterzuschlucken. Die Geduld und die zeitlichen Möglichkeiten welcher Pflegenden stoßen deswegen regelmäßig im Spätstadium an ihre Grenzen.
Menschen, die an Demenz erkrankt sind, fühlen sich oft falsch verstanden, herumkommandiert oder bevormundet, da sie die Entscheidungsgründe dieser sie Pflegenden nicht zusammenfassen können. Überraschend viele an Demenz erkrankte Personen können ihre Wünsche phrasieren. Manche sind noch in der Lage, zu spüren, wenn sich Mitmenschen langweilen oder von ihrem Verhalten peinlich berührt sind. Im Spätstadium geht immer mehr unter ferner liefen die Fähigkeit zum emotionalen Kontakt verloren, welches für die Angehörigen sehr belastend sein kann.
Demenzkranke reagieren gelegentlich sehr verärgert, wenn man sie für Dinge verantwortlich macht, die sie inzwischen vergessen haben. Damit werden sie gleich zweifach in die Enge rastlos: einmal im Zuge dessen, dass ihnen vorgeworfen wird, geplant Fehler zu begehen, und zum anderen, weil sie mit ihren Schwächen - sich nicht erinnern zu können - konfrontiert werden.
Wenn schon demenzkranke Menschen nach sich ziehen Gefühle. Gerade Depressionen sind ein häufiges Problem, oft bereits vor dieser Manifestation der Demenz, oft dann, wenn die Betroffenen ihren geistigen Verfall wahrnehmen. Da die Symptome einer Depression denen dieser Demenz ähneln, können beide Krankheiten im Rahmen (von) unzureichenden Kenntnissen verwechselt werden. Je weiter die Demenz fortschreitet, desto mehr verflacht nichtsdestoweniger zweitrangig die Gefühlswelt, und weicht parallel zu einer zunehmenden Interessenlosigkeit einer affektiven Indifferenz mit dieser Unfähigkeit, sich zu freuen oder traurig zu sein bzw. die Emotionen auszudrücken.
Welcher Umgang mit Demenzkranken sollte an deren verändertes Erleben maßgeschneidert sein. Wie hilfreiche Methoden im Umgang mit Demenzkranken haben sich erwiesen: Validation, Biografiearbeit/Erinnerungspflege, Basale Stimulation und die Selbsterhaltungstherapie (SET) nach Barbara Romero.
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